Kategorie: Politik

  • Unser Jahresevent mit Bildergalerie

    Unser Jahresevent mit Bildergalerie

    Am 27. Oktober hat encourageventures mal wieder gezeigt, was unser Netzwerk kann: Rund 350 tolle Frauen und Männer waren bei unserem Jahresevent mit Audi zu Gast, haben geredet, genetzwerkt, getanzt, gefeiert und sich gegenseitig inspiriert.

    Der Tag war angefüllt mit lauter Highlights. Zunächst haben unsere Vorsitzende Ina Schlie und Dr. Michael Müller von Audi Deutschland den Tag eröffnet. Dann gab es mehrere Panel-Diskussionen, u.a. zu der Frage „Angel Investor:innen – was ist der Mehrwert?“

    Weitere Highlights waren die Impulsvorträge von Anna Christmann, der Beauftragten für Digitale Wirtschaft und Start-ups der Bundesregierung, und Dr. Sigrid Nikutta (u.a. Vorstand Güterverkehr DB AG).

    Bei unserem Finale der Female Founder Challenge pitchten sechs vielversprechende Start-ups live ihre Business-Ideen. Gewonnen hat am Ende das Team von SURAG Medical. Den zweiten und dritten Platz belegten Yoona.ai und theblood.

    Auch die Deep Dives, z.B. zur Block Chain / Digital Assets, waren extrem inspirierend, dazu teilen wir ebenfalls ein paar Eindrücke mit euch.

    Wir freuen uns schon sehr auf unser nächstes Treffen mit euch allen.

    Galerie

  • Deep Dive bei unserem Jahresevent: Block Chain / Digital Assets mit Juliane Hahn

    Deep Dive bei unserem Jahresevent: Block Chain / Digital Assets mit Juliane Hahn

    „Blockchain and Web3 are the fastest growing industries of our modern world.“ Da konnten wir es uns nicht entgehen lassen diesen Themen eine Deep Dive Session auf unserem Event zu widmen. Unsere Referentin Juliane Hahn, Founder und Managing Partner von Signature Ventures zeigte den Teilnehmerinnen wie Blockchain und Web3 die Evolution des Internets voran treiben und ging dabei auch auf die damit verbundenen Potenziale für Investor:innen ein.

    The problem is the fundamental infrastructure of today’s internet:

    Manipulation, Abhängigkeiten, Stärkung von Monopolen und damit im Zusammenhang stehende steigende Compliance-Kosten, sind nur einige Beispiele für die Herausforderungen der aktuellen digitalen Infrastruktur. Besonders der Verlust der Privatsphäre ist ein hochaktuelles Thema.

    Jeden Tag werden schier unvorstellbare Datenmengen generiert, wovon knapp die Hälfte in den Datensilos der bekannten „Big Tech“-Unternehmen landet. 

    Eines wird da schnell klar: Das Internet braucht eine neue Infrastruktur.

    Die Lösung, von einer zentralisierten Infrastruktur hin zu einer verteilten und von einem geschlossenen Netzwerk hin zu einem offen Web3 das basiert auf Open Source Software und gesichert ist durch kryptografische Verfahren. Diese Eigenschaften der Blockchain machen das neue Internet verlässlicher, transparenter, offener und sicherer.

    Dadurch werden nicht nur offene Communities sondern auch die sog. selbstsouveräne Identität (SSI) und ein offenes, jedoch sehr sicheres finanzielles Ökosystem ermöglicht.

    Das Potential für Investor:innen ist dabei enorm.

    Blockchain Venturing hat in den vergangenen Jahren rasant an Bedeutung gewonnen. In diesem Bereich haben sich bereits über 50 Unicorns herausgebildet, Anzahl steigend.

    Das hohe Investmentpotenzial birgt allerdings auch gewisse Herausforderungen:

    Strukturelle Besonderheiten, rechtliche Besonderheiten und auch technische Besonderheiten sind besonders zu beachten.

  • Mehr als eine Geschlechterfrage: Gründungsteams sind vielfältig 

    Mehr als eine Geschlechterfrage: Gründungsteams sind vielfältig 

    Am Montagmorgen, 24.10.2022, begrüßten Dr. Elke Eller, Aufsichtsrätin und Investorin, und Dr. Harriet Sebald, Senior Partnerin der hkp/// group, rund 20 Investorinnen zum dritten encourageventures Investorinnenfrühstück des Rhein-Main Hubs im Frankfurt Office der HR Strategy und Corporate Governance Beratung hkp/// group. Im Mittelpunkt des lockeren Austausches stand der Vortrag „Appraisal von Gründerteams“ von Simone Siebeke, Partnerin bei Spencer Stuart – und damit die Frage, was starke Gründungsteams auszeichnet.

    Erfolgsfaktor für Gründer:innen-Teams: Diversity – auch im inhaltlichen Sinn

    Die Mischung macht’s! So könnte ein Fazit des Vortrages von Simone Siebeke lauten. Sie erläuterte gleich zu Beginn, dass erfolgreiche Gründer:innen-Teams mit Perspektiven- und Kompetenzreichtum ausgestattet seien: Diversity, auch im inhaltlichen Sinn. Dies bezog sie zunächst auf zu besetzende Schlüssel-Ressorts wie Marketing, Vertrieb, HR, Finance und IT. Im Anschluss wurden jedoch auch unterschiedliche Kompetenzen, Soft Skills, Hintergründe und Persönlichkeitsmerkmale benannt, die Gründer:innen und Führungspersönlichkeiten beim Aufbau von Unternehmungen behilflich sind. So sind beispielsweise nicht nur fachliche Qualifikation dienlich, sondern auch die Fähigkeit zur Selbstreflektion, ein Hang zum Perfektionismus, steter Optimierungsdrang sowie der Hunger auf Erfolg und Entwicklung als interne Triebfeder.

    Gründer:innen Assessment durch strukturierte Storytelling-Interviews

    Könnten einzelne Personen auch nicht immer alle in Leadership-Modellen genannte Eigenschaften erfüllen, sollten sich erfolgreiche Teams idealerweise auch in ihren Persönlichkeitsmerkmalen ergänzen. Gezielte Mentorings wären darüber hinaus ein wertvolles Instrument, die Entwicklung, auch in einer bestimmten Funktion, zu forcieren – dies sei jedoch vor allem dann erfolgreich, wenn die Basis in Form eines gewissen Talentes vorhanden ist. Es ist nicht dienlich, die Person zur Sales-Verantwortlichen zu erklären, die wenig selbstbewusst und introvertiert ist und zudem nicht gut zuhören kann.

    Um herauszufinden, ob ein Gründungsteam für ein potenzielles Invest infrage kommt, riet Simone Siebeke zu strukturierten Storytelling-Interviews. Diese müssten sich eng an den erforderlichen Kompetenzen und Eigenschaften – also einem klaren Anforderungsprofil – orientieren und zeichneten sich durch offene Fragen und Nachfragen aus, die den Gründer:innen die Möglichkeit geben, ihre Expertise, ihre Erfahrung und ihre Persönlichkeit anhand konkreter Beispiele zu schildern.

    Wie wichtig der Austausch zwischen erfahrenen Business-Women und Gründerinnen für das Empowerment weiblicher Entrepreneure ist, kam beim Investorinnenfrühstück bei der hkp/// group ebenfalls mehrfach zum Ausdruck. Hier ergaben sich in der Diskussion weitere Ideen, beispielsweise zu konkreten Formaten. Man darf also auf weitere Treffen gespannt sein.

  • Eigene Studie zu Female Investorin & Female Founding initiiert

    Eigene Studie zu Female Investorin & Female Founding initiiert

    Investieren Frauen anders als Männer? Was würde sich ändern, wenn die Landschaft der Investor:innen weiblicher geprägt wäre? Welchen Herausforderungen stehen weibliche Gründerinnen gegenüber, wenn sie an Kapital kommen möchten?

    Auf diese Frage möchten wir bei encourageventures Antworten finden. Deshalb initiiert unser Gründungsmitglied Prof. Dr. Heike Hölzner eine Studie zu diesen Themen. 

    Start-up Managerin Jolina Oelsner hat Heike befragt, was wir von der Studie erwarten können. 

    Jolina: Was genau untersucht ihr?

    Heike: Wir untersuchen, analog zu den Schwerpunkten unseres Vereins, zwei Dinge: 

    1. Mögliche Unterschiede im Investitionsverhalten von Investorinnen im Vergleich zu Investoren. Also nach welchen Kriterien wählen Investorinnen ihre Portfoliounternehmen aus? Bewerten Investorinnen die Eigenschaften/Fähigkeiten einer Gründerin anders? Bewerten Investorinnen bestimmte Geschäftsmodelle anders? Gibt es wahrgenommene Unterschiede in der Beziehung zwischen Investorin und Start-up?
    2. Besondere Herausforderungen, mit denen sich Gründerinnen entlang der verschiedenen Phasen des Gründungsprozesses konfrontiert sehen. Themen von Relevanz sind u.a. der Zugang zu Finanzierung/Investor:innen, zu Netzwerken, zu Förderprogrammen, zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, zu Teams und anderen relevanten Rahmenbedingungen. 

    Jolina: Mit welchen Partner:innen arbeitet ihr hierbei zusammen?

    Heike: An der Studie arbeiten bisher:

    • Prof. Dr. Heike Hölzner, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), 
    • Univ.-Prof. Dr. Marion Weissenberger-Eibl, Fraunhofer-Institut für System und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI), Karlsruher Institut für Technologie (KIT), 
    • Prof. Dr. Beatrix Busse, Universität zu Köln.

    Mit weiteren Partner:innen und Förder:innen sind wir im Gespräch.

    Jolina: Warum macht ihr die Studie – was erhofft ihr euch von ihr?

    Heike: Die Idee zur Studie ist geboren aus unserer Unzufriedenheit mit der aktuellen Datenlage. Denn dass Frauen schwerer an Risikokapital gelangen oder risikoaverser in ihrem Investitionsverhalten sind, wird oft nur mit absoluten Zahlen begründet. Mit dem Anteil am Gesamtvolumen, z.B. oder der durchschnittlichen Dealgröße. Diese Zahlen sind sehr anfällig für Argumente, die die Ursache bei den Frauen selbst sehen. Zum Beispiel, dass sie seltener Venture Capital aufnehmen wollen oder von vornherein um geringere Summen pitchen. 

    Wir glauben, dass das nicht stimmt. Aber um den Beweis anzutreten, brauchen wir bessere Daten. Die wenigen vorliegenden Studien, die sich mit den Zusammenhängen von Geschlecht und Risikokapitalfinanzierung beschäftigen, stammen fast alle aus den USA.

    Unser Ziel ist es, Zusammenhänge aufzudecken und daraus klare Handlungsempfehlungen für die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft abzuleiten. Dann können wir faktenbasiert unsere Forderungen durchsetzen und all die „Totschlagargumente“ da draußen entkräften.

    Jolina: Gibt es schon ein spannendes Zwischenergebnis?

    Heike: Die ersten Zwischenergebnisse werden wir in 2022 veröffentlichen. Spannend ist aber jetzt schon zu sehen, dass uns alle Institutionen, mit denen wir über die Idee der Studie sprechen, darunter Politik, Verbände und Stiftungen, uns bestätigen, dass diese Untersuchung schon lange überfällig ist. Nur hat es bisher niemand gemacht, weil die Untersuchungen sehr aufwändig sind.

    Jolina: Wann wird die Studie veröffentlicht?

    Heike: Das Forschungsprogramm, welches wir uns vorgenommen haben, ist ziemlich umfangreich. Es werden qualitative und quantitative Daten erhoben und anspruchsvolle wissenschaftliche Methoden angewandt.

    Die ersten Zwischenergebnisse aus der qualitativen Befragung der Investorinnen sollen im Herbst 2022 veröffentlicht werden, die Ergebnisse aus der Befragung der Gründerinnen dann Anfang 2023. Nächstes Jahr, um diese Zeit soll alles abgeschlossen und die gesamte Studie veröffentlicht werden.

    Jolina: Danke für deine Zeit!

    Hier könnt ihr euch als Investorin anmelden, wenn ihr ebenfalls bei einer Pitch Night dabei sein wollt.

  • Update zum Positionspapier für die Bundesregierung

    Update zum Positionspapier für die Bundesregierung

    Die Bundesregierung erarbeitet eine neue Strategie zur Förderung von Start-ups. Dafür hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz einen Konsultationsprozess ins Leben gerufen, um von verschiedenen Organisationen, die sich mit diesem Thema auskennen, Input zu erhalten.
    Heike Marita Hölzner und Ina Schlie haben an verschiedenen Workshops beim BMWK teilgenommen und haben unsere Ideen und Forderungen eingereicht, denn die Gründer:innen entscheiden über die Zukunftsfähigkeit Deutschlands.