Kategorie: Start-Up

  • VC Funds Night: Tipps erfahrener Investorinnen

    VC Funds Night: Tipps erfahrener Investorinnen

    In Deutschland liegt die Quote der weiblichen Angel Investors bei 12,9 Prozent. Immer noch ist die Szene der Kapitalgeber stark männlich geprägt – ein Umstand, den wir ändern möchten! Mit zahlreichen Austausch- und Informationsformaten versuchen wir, mehr Frauen zum Investieren zu motivieren, durch Inspiration und Wissenstransfer von erfahrenen Investorinnen.

    Vor diesem Hintergrund ist unser neues Event-Format, die VC Funds Night entstanden. Manche Neu-Investorin traut sich im ersten Schritt vielleicht noch nicht an ein Direct Invest in ein Start-up heran. Deshalb stellen wir ab sofort immer wieder Venture Capital Fonds vor, die mit den Werten unseres Vereins übereinstimmen, weil sie auf Diversität in ihrem Management oder in ihrer Investmentstrategie achten.

    Offensichtlich haben wir mit dieser Idee einen Nerv getroffen. Über 130 Teilnehmer:innen waren bei der ersten VC Funds Night am 31. März dabei. 


    Grundlagen des VC Invests

    Eine unserer erfahrensten Business Angelinas, Martina Pfeifer, hat die Veranstaltung moderiert und Ina, unsere Vorstandsvorsitzende, gab zunächst ein Update über aktuelle Themen bei encourageventures. Anschließend hat Britta Bomhard, ebenfalls Gründungsmitglied, einige Grundlagen über VC Invests vermittelt und die unterschiedlichen Phasen der Start-up-Finanzierung vorgestellt, von Pre Seed bis Growth State. Von besonderem Interesse für die Teilnehmer:innen waren ihre Tipps, welche Fragen man stellen muss, um herauszufinden, ob ein VC Fund zu einem passt oder nicht. Und zwar aus Sicht von Start-ups, die einen Investor suchen, und aus Sicht von Investori:nnen, die ihr Geld gewinnbringend und nachhaltig anlegen möchten. Und diese möchten wir auch hier noch einmal in den folgenden Slides mit Euch teilen:

    Die VC Funds

    Zuerst wurde Panthera von Dr. Shoshana Feingold-Studnik vorgestelllt. Hier müssen die Start-ups, in die investiert wird, female founded oder co-founded sein. Auxxo, der Fonds von Gesa Miczaika und Bettine Schmitz, verfügt über das größte Portfolio von Female Entrepreneurs in Europa. Morphais hat einen Fokus auf Tech-Start-ups und wählt seine Invests mit Hilfe von KI aus. Founder und CEO Eva-Valérie Gferer berichtete, dass die Start-ups so innerhalb von 72 Stunden eine Rückmeldung bekommen, ob Morphais in sie investiert oder nicht. Signature Ventures von Gründerin Juliane Hahn ist einer der wenigen Tech-Fonds, der von einer Frau geführt wird. Sein Fokus liegt auf Unternehmen, die sich einem neuen, sichereren und besseren Internet verschrieben haben. 

    Nach der Vorstellung konnten die Teilnehmerinnen in Break Out Sessions ihre Fragen an die vier Fondsmanagerinnen stellen. Das Interesse war immens, so dass wir dieses Format in Zukunft sicherlich wiederholen werden. 

    Lokale Stammtische

    Ganz nebenbei wurden im Chat der Veranstaltung noch zahlreiche lokale Stammtische organisiert – von Hannover bis Südafrika. Was auch wieder viel über die Dynamik unseres Netzwerks aussagt!

    Hier könnt ihr euch als Investorin anmelden, wenn ihr ebenfalls bei der nächsten VC Funds Night dabei sein könnt.

  • Connect ´n´ Match – Meet Your Start-Up

    Connect ´n´ Match – Meet Your Start-Up

    Am 12. April um 19.30 Uhr haben wir von encourageventures das „Connect ‘n‘ Match – Meet your talent“ Event organisiert. Ziel des digitalen Events war es, Start-Ups in unserem Netzwerk die Möglichkeit zu bieten, potenzielle Co-Founder:innen, Praktikant:innen, Freelancer:innen, etc. zu finden, die sich mit ihrem Know-how in die Start-ups einbringen möchten. Gleichzeitig sollte Jede:r mit Interesse, die Gelegenheit bekommen, einmal in die Welt der Start-ups hineinzuschnuppern. 

    Als Gastgeberin des Events führte Alexa Gorman von encourageventures die Teilnehmer:innen in die Arbeit des Vereins ein und gab eine kurze Übersicht über bisherige Events im Netzwerk. Auch Ina Schlie, die Vereinsvorsitzende, hieß alle Mitglieder willkommen und erläuterte das Ziel des Vereins, mehr Diversität in der Investor:innen-Landschaft zu schaffen, Start-Ups auf holistische und nachhaltige Art zu unterstützen und mit tollen Mentor:innen in Kontakt zu bringen.

    Im Laufe des Events haben sich sechs Start-Ups aus verschiedenen Branchen (u.a. HR, Tech, Financial Services, Consumer Goods) vorgestellt und erklärt, welche Positionen in ihrem Unternehmen noch besetzt werden sollten. Unter anderem gesucht wurden Co-Founder:innen, Mitarbeiter:innen, Chief Technology Officer (CTO), Praktikant:innen und Freelancer:innen.

    Die Start-Ups

    Als erstes Start-Up hat sich Sagefund geführt von Sana Al-Badri vorgestellt, anschließend die Start-Ups Metarina (Nicola Kienzle), Less Waste Box (Anne Kronshage & Salomon Bohlen), Mealify (Martha Schönborn), XR Bootcamp (Rahel Demant) und zuletzt Silber Salon (Joya Silva). Die allgemeine Reaktion auf die Pitches war extrem positiv und Teilnehmer:innen fragten direkt nach mehr Informationen bezüglich der offenen Positionen. Im Anschluss an die Pitches konnten sich Start-ups und Interessenten in „Break-Out Rooms“ miteinander austauschen.

    Wir haben uns sehr gefreut, dieses spannende Event mit euch zu teilen und sehen euch beim nächsten Mal!

    Meldet euer Start-Up gerne in unserem Netzwerk an und folgt uns auf LinkedIn oder Instagram. Dann bekommt ihr rechtzeitig alle Infos zur nächsten Veranstaltung.

  • Update zum Positionspapier für die Bundesregierung

    Update zum Positionspapier für die Bundesregierung

    Die Bundesregierung erarbeitet eine neue Strategie zur Förderung von Start-ups. Dafür hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz einen Konsultationsprozess ins Leben gerufen, um von verschiedenen Organisationen, die sich mit diesem Thema auskennen, Input zu erhalten.
    Heike Marita Hölzner und Ina Schlie haben an verschiedenen Workshops beim BMWK teilgenommen und haben unsere Ideen und Forderungen eingereicht, denn die Gründer:innen entscheiden über die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. 

  • Interview mit Ludmilla Maurer zu Mitarbeiterbeteiligungen an Start-ups

    Mitarbeiterbeteiligungen an Start-ups werden jetzt auch in Deutschland steuerlich attraktiv. Zu diesem Thema haben wir ein Interview mit Ludmilla Maurer, Fachanwältin für Steuerrecht, geführt. Save the date: Ludmilla gibt am 24. Februar ein Webinar für unsere Mitglieder zu diesem Thema!

    Ab dem 1. Juli 2021 sind Mitarbeiterbeteiligungen am Kapital von Start-Up-Unternehmen steuerlich attraktiver geworden. Was war der Hintergrund für diese gesetzliche Neuregelung?

    Werden Anteile am Unternehmen vergünstigt auf Arbeitnehmer übertragen, so muss der Arbeitgeber die dem Arbeitnehmer gewährte Vergünstigung als steuerpflichtigen Arbeitslohn behandeln. Bislang musste die Besteuerung im Zeitpunkt der Übertragung der Anteile auf den Arbeitnehmer erfolgen. Das obwohl dem Arbeitnehmer keine liquiden Mittel zugeflossen sind. Der Arbeitnehmer musste die darauf anfallende Einkommensteuer aus anderen Mitteln begleichen (sogenanntes Dry Income). Aus diesem Grund war eine echte Beteiligung von Arbeitnehmern am Unternehmen bisher steuerlich unattraktiv. Start-Ups haben daher regelmäßig auf sog. Phantom Stock Lösungen zurückgegriffen. Diese Problematik wollte der Gesetzgeber mit der Neuregelung beheben. 

    Was waren die eigentlichen Beweggründe für den Gesetzgeber die Neuregelung einzuführen?

    Der Gesetzgeber wollte den Standort Deutschland gerade für Start-Ups attraktiver gestalten. Diese sind ein wichtiger Faktor für das Innovations- und Wachstumspotenzial der deutschen Wirtschaft. Start-Ups sollte es daher einfacher gemacht werden, ihre Mitarbeiter am Unternehmen zu beteiligen, um so hochqualifizierte Fachkräfte leichter für sich gewinnen zu können. Im internationalen Vergleich sind die steuerlichen Rahmenbedingungen hierfür in Deutschland bisher sehr ungünstig gewesen.

    Was genau hat sich in Bezug auf Mitarbeiterbeteiligungen steuerlich verändert?

    Mit Wirkung zum 1.7.2021 hat der deutsche Gesetzgeber einen neuen § 19a EStG eingeführt. Demnach unterliegt die dem Arbeitnehmer gewährte Vergünstigung im Zeitpunkt der Übertragung der Anteile nicht der Besteuerung. Mit Zustimmung des Arbeitnehmers erfolgt die Besteuerung erst, wenn die Anteile vom Arbeitnehmer (entgeltlich oder unentgeltlich) übertragen werden, also in der Regel mit Exit, oder mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, falls diese früher erfolgen soll, spätestens aber nach zwölf Jahren. Für die Ermittlung des steuerpflichtigen Betrages ist allerdings der Zeitpunkt der Anteilsübertragung auf den Arbeitnehmer maßgeblich, auch wenn die tatsächliche Besteuerung erst viel später erfolgt. Dadurch wird nunmehr eine vorübergehende Steuerbefreiung für maximal zwölf Jahre gewährt. Sollten die Anteile zum Zeitpunkt der Besteuerung an Wert verlieren, so kann dieser Wertverlust der Anteile bei der Besteuerung des geldwerten Vorteils berücksichtigt werden. Zudem hat sich der allgemeine Freibetrag für Vermögensbeteiligungen von bislang 360,- Euro auf 1.440,- Euro pro Jahr erhöht. 

    Was sind die Voraussetzungen für eine vorübergehende Steuerbefreiung? 

    Die Gründung des Unternehmens, an dem sich die Mitarbeiter beteiligen sollen, darf nicht mehr als zwölf Jahre zurückliegen. Außerdem muss das Unternehmen zum Zeitpunkt der Übertragung oder im vorangegangen Kalenderjahr als kleines oder mittleres Unternehmen („KMU“) gelten. Um noch als kleines oder mittleres Unternehmen zu gelten, dürfen die folgenden Schwellenwerte nicht überschritten werden: weniger als 250 Mitarbeiter, höchstens 50 Millionen Euro Jahresumsatz sowie höchstens 43 Millionen Euro Jahresbilanzsumme. Darüber hinaus muss die Vermögensbeteiligung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden. Die Neuregelung gilt für all Anteilsübertragungen nach dem 30.6.2021. 

    Was ist nunmehr der größte Vorteil echter Kapitalbeteiligungen gegenüber den Phantom Stocks?

    Im Fall einer echten Kapitalbeteiligung kann der Besteuerungszeitpunkt auf maximal zwölf Jahre hinausgeschoben werden, wobei gleichzeitig die Wertzuwächse der Kapitalbeteiligung sowie zukünftige Gewinnausschüttungen bereits als Einkünfte aus Kapitalvermögen der Abgeltungssteuer bzw. dem Teileinkünfteverfahren unterliegen und damit in der Regel niedriger besteuert werden. Bei Phantom Stocks erfolgt hingegen in der Regel eine Barzahlung im Zeitpunkt des Exits, die in voller Höhe als Arbeitslohn dem progressiven Steuersatz unterworfen wird. Es lohnt sich daher, bestehende Phantom Stock Plans zu überdenken und eventuell durch echte Kapitalbeteiligungen zu ersetzen bzw. zukünftig echte Mitarbeiterbeteiligungen den Phantom Stock Plans vorzuziehen

  • Eindrücke von der Deep Dive Session Investments in Food and AgTech

    Eindrücke von der Deep Dive Session Investments in Food and AgTech

    Ich hatte das große Vergnügen Alexa Hergenröthers Deep Dive Session zum Thema Investments in Food and AgTech zuhören zu dürfen. Alexa machte eine kleine Einführung in das Thema und stellte den Zusammenhang zur Start-up Szene und dem brandaktuellen Thema Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft dar. Die Zukunft der Lösung des Welthungerproblems wird sich nur über innovative Ideen aus dem Gründer:innentum der ersten Welt lösen lassen, so ihre These. 
    Überrascht war ich, wie viele tolle Frauen aus unserem Netzwerk Expertinnen des Themas sind, denn ein Diskussionspunkt löste den nächsten ab: 

    • Kapitalbedarf für Innovationen im Agrarbereich 
    • Kommen die neuen Trends aus der Branche oder von Quereinsteigern? 
    • Was sind die Food Trends der Gegenwart und Zukunft?
    • Nachhaltigkeit der gegenwärtigen Food Trends
    • Klimakiller 
    • Hausschlachtung
    • BIO vs herkömmliche Haltung

    Ihr seht, wir haben unsere Diskussion so VIELFÄLTIG gestaltet wie unseren Verein!

    Carolin Pietrulla, Geschäftsführerin encourageventures

  • Eindrücke von der Deep Dive Session Investments in Consumer Goods

    Eindrücke von der Deep Dive Session Investments in Consumer Goods

    46 Prozent aller registrierten Start-ups bei encourageventures lassen sich in den Sektor „Consumer Goods and Services“ einordnen. Damit ist dies der absolute Spitzenreiter und am meisten vertretene Sektor bei uns im Verein. Dass eine gewaltige Faszination und Potenzial hinter diesen Start-ups steckt, weiß Michala Rudorfer nur zu gut. Spannend lauschten ihr die vielen Zuhörer:innen in ihrer Deep Dive Session, wie sie über ihre Investments und Erfahrungen mit Consumer Goods Start-ups erzählt.

    Michala betonte, dass die Consumer Landschaft sehr breit und vielfältig ist. Aus Investor:innensicht macht es deshalb Sinn, eine gute Struktur zu entwickeln, wie Consumer Start-ups bewertet werden können. Dabei hat sich die Sichtweise auf Geschäftsmodelle bewährt, da Unternehmen mit gleichen Geschäftsmodellen viele Parallelen aufweisen unabhängig von den Endmärkten.


    Michala differenzierte zwischen sechs verschiedenen Geschäftsmodellen im Consumer-Bereich: Offline Native Brands, Direct-to-consumer (DTC) Brands, Marktplätze, physische Roll-Out Konzepte, Consumer Services und B2B2C. Dabei lassen sich über 50 Prozent der Consumer Start-ups bei encourageventures dem Bereich DTC Brands zuordnen. Für die Bewertung von DTC Marken sind vor allem die folgenden sechs Kernthemen anzuschauen:

    • Nachhaltige Differenzierung (= USP)
    • Markt und Zielkunde
    • Marketing Skalierung
    • Kunden KPIs
    • Purpose / Nachhaltigkeit
    • Team, Team und nochmals Team!

    Dass Michala eine besondere Begeisterung für diesen Sektor hegt, wurde allen von Beginn an klar, und sicherlich konnte sie einige Anwesende mit dieser Faszination anstecken. Vielen Dank für diesen spannenden Einblick! 

    Jolina Oelsner, Programmmanagerin Start-ups bei encourageventures

  • Eindrücke von der Deep Dive Session Mentoring

    Eindrücke von der Deep Dive Session Mentoring

    Meine erste Break-out Session unseres spannenden Meetups war das Thema „Mentoring“ mit Angela De Giacomo. 

    Angela hat ein kurzes Intro zum Thema gehalten und dabei die Wichtigkeit einer passenden Mentorin oder Mentors hervorgehoben. Sie hat dabei auch darauf hingewiesen, dass die jeweiligen Anforderungen je nach Phase des Start-ups unterschiedlich sein können. Für jeden „ersten Moment“ in der Unternehmung braucht es vielleicht verschiedene Rat gebende Menschen. Doch wie findet man sie? Wie spricht man sie an? Wie ist man sicher, dass man zueinander passt? Der Dialog zwischen Angela und den Gründerinnen war geprägt von Interesse und Partizipation, und auch untereinander konnten die Gründerinnen sich mit dem ein oder anderen Tipp helfen. Dabei entstand prompt eine neue Start-up Idee: Das „Mentor:innen Tinder“!  Alles in allem, eine tolle Session – vielen Dank, Angela und allen Teilnehmer:innen!

    Carolin Pietrulla, Geschäftsführerin encourageventures e.V.

  • Interview mit Ina Schlie & Alexa Hergenröther: Status Quo & Ausblick encourageventures

    Interview mit Ina Schlie & Alexa Hergenröther: Status Quo & Ausblick encourageventures

    Unsere beiden Vorsitzenden Ina Schlie und Alexa Hergenröther haben das MeetUp eröffnet und eine Bilanz der ersten Monate gezogen. Wir haben sie zu ihren Eindrücken von dem Tag und zu der Arbeit im Netzwerk befragt.

    Ina und Alexa, wie habt ihr das MeetUp in Berlin erlebt?

    Ina Schlie: Ich bin immer noch absolut überwältigt! So viele herausragende Frauen an einem Ort, die alle Teil unseres Netzwerks sind – das macht mich sehr stolz. Es war unglaublich, wie viel geballtes Wissen wir in einem Raum versammelt haben und wie viele inspirierende Diskussionen wir hatten und was alles an neuen Ideen und Vernetzungen entstanden ist!

    Alexa Hergenröther: Zudem haben wir extrem positives Feedback auf die bisherige Arbeit von encourageventures erhalten, von Investorinnen und von Gründerinnen. Wir sind auf einem guten Weg!

    Was habt ihr bisher erreicht?

    Alexa Hergenröther: encourageventures versammelt bereits 400 Investorinnen und über 300 Start-ups unter seinem Dach. 30 Start-ups konnten wir bereits unterstützen, dabei wurden siebenstellige Investments getätigt. 

    Was treibt euch an?

    Ina Schlie: Nur 17,7 Prozent der Gründer sind Gründerinnen. Das möchten wir ändern. 96 Prozent der Wagniskapitalfirmen werden ausschließlich von Männern geführt. Das ist sicherlich ein Grund dafür, dass lediglich 5,2 Prozent der Gründerinnen-Teams in Deutschland 1 Mio.€ oder mehr Wagniskapital erhalten haben. Bei Gründer-Teams sind es dagegen 27,8 Prozent. Unsere Vision ist, mehr Vielfalt in die Gründer:innen- und Investor:innenlandschaft zu bringen – also auch mehr Frauen zu Investorinnen zu machen.

    Alexa Hergenröther: Konkret möchten wir deshalb Gründerinnen und Investorinnen ermutigen und unterstützen, ihre Vorhaben zu verwirklichen. Wir möchten sie miteinander vernetzen, um Erfahrungsaustausch und Finanzierungen zu ermöglichen und so einen Raum für Innovationen, Ideen und Entfaltungsmöglichkeiten bieten!

    Was habt ihr als nächstes vor?

    Alexa Hergenröther: Neben unseren konkreten Hilfestellungen für Gründerinnen und Investorinnen nehme wir auch politisch Einfluss. Wir haben in einem Positionspapier konkrete Forderungen formuliert:

    • Zugang zu Wagniskapital für Gründerinnen verbessern
    • Entrepreneurial Mindset in Bildung und Forschung stärken
    • Tech-Fachkräftemangel bekämpfen
    • Innovationsförderung für Gründerinnen einführen
    • Bürokratische Hürden abbauen

    Ina Schlie: Im nächsten Schritt planen wir einen eigenen encourage Growth Fund. Ein Kernteam arbeitet bereits intensiv an der Konzeption. Er wird sich an unseren Werten ausrichten und das Ziel unterstützen, mehr Vielfalt in die Gründerinnenszene zu bringen. Erste Gespräch mit Banken und Ministerien laufen bereits dazu, und die Ansprache von Großinvestor:innen hat begonnen. 

    Alexa Hergenröther: Ich möchte mit einem kleinen Appell schließen. Für unsere Vorhaben benötigen wir finanziellen Spielraum, um wirklich etwas bewegen zu können. Also: Werdet Mitglied, unterzeichnet die Beitrittserklärung – und gegen eine zusätzliche Spende haben wir auch nichts einzuwenden!

    Ina Schlie: Genau! Und: encourage a friend! Sprecht bitte Gründer:innen und (Neu-)Investor:innen aus eurem Netzwerk an, für die encourageventures ebenfalls spannend sein könnte.

  • Panel-Diskussion: Dream-Team Gründerin und Investorin

    Panel-Diskussion: Dream-Team Gründerin und Investorin

    In dem Panel „Dream Team: Gründerin und Investorin“ kamen unsere beiden Zielgruppen zu Wort. Dr. Elke Eller und Ana-Cristina Grohnert sprachen für die Investorinnen, Dr. Amelie Wiedemann und Dr. Friderike Bruchmann für die Gründerinnen. 

    Dr. Elke Eller bestätigte, dass sie bei der Wahl ihrer Investments auch nach „Purpose“ entscheidet, also ob sie den Eindruck hat, dass das Start-up wirklich zur Lösung eines relevanten Problems beiträgt. Friderike Bruchmann betonte wie erfreut sie sei, dass die Investorinnen von encourageventures gleichzeitig als Mentorinnen fungieren. Für Ana-Cristina Grohnert war dies selbstverständlich, schließlich investiert man immer in ein Team, und das besteht aus Menschen, die Unterstützung benötigen. Märkte und Marktchancen können sich jederzeit schnell verändern, entscheidend ist, dass das Team in der Lage ist, darauf zu reagieren. 

    Der Ansicht war auch Amelie Wiedemann. Sie betonte dass eine Beziehung zwischen Investorin und Start-up dann optimal ist, wenn sie durch „psychological safety“ geprägt ist, also eine offene, wertschätzende Kultur, in der man auch Fehler eingestehen kann.

    Alle Panel-Teilnehmerinnen wünschten sich mehr Mut zum Unternehmertum – seitens der Gründerinnen und der Investorinnen. 

  • Panel-Diskussion: Wege in eine neue Gründerinnenzeit

    Panel-Diskussion: Wege in eine neue Gründerinnenzeit

    Im Panel „Wege in eine neue Gründerinnenzeit“ haben Simone Menne, Miriam Wohlfahrt, Heike Marita Hölzner und Christina Roitzheim darüber diskutiert, wie wir einen Spirit von Entrepreneuship in Deutschland schaffen und wie wir Frauen dazu bringen können, sich stärker zu vernetzen.

    Simone Menne wies darauf hin, dass wir in Deutschland immer noch schlecht darin sind, die Sichtbarkeit von Gründerinnen zu stärken. Heike Hölzner betonte die Bedeutung eines dynamischen Mindsets, durch das ein Zutrauen entsteht, dass man als Gründerin alles erlernen kann. 

    Miriam Wohlfahrt war der Ansicht, dass wir, wenn wir mehr Gründer:innen in Deutschland haben wollen, gemeinsam als Gesellschaft einen Wandel treiben müssen, der Gründen bildungsübergreifend als Vorbild-Beruf etabliert und der als Symbol für Fortschritt und Neues steht. 

    Gründerin Christina Roitzheim verwies auf eine Studie, laut der für Gründer:innen die Gefahr, mental krank zu werden, um 50 Prozent höher liegt als bei anderen Menschen. Sie forderte sich und andere Gründer:innen auf, bestimmte Dinge nicht mehr zu akzeptieren und sich insgesamt stärker auszutauschen und zu vernetzen.  

    Ein klarer Appel an uns, auch hier Möglichkeiten für eine Vernetzung von Start-ups zu schaffen!