Kategorie: Start-Up

  • Geschäftsmodelle – der Schlüssel zum Erfolg beim Gründen

    Geschäftsmodelle – der Schlüssel zum Erfolg beim Gründen

    Gründer:innen starten in der Regel sehr früh mit einer Geschäftsidee. Zur weiteren Bewertung, ob die Geschäftsidee tragfähig und wirtschaftlich sind, sollte im Rahmen des Planungsprozesses vor einer Unternehmensgründung ein Business Modell entwickelt werden. Aber auch bestehende Startups und Unternehmen passen von Zeit zu Zeit ihre bestehenden Geschäftsmodelle an oder entwickeln neue.

    Das Business Modell spielt sowohl in der Gründungs- wie in der Aufbauphase eine zentrale Rolle. Deshalb haben wir uns diesem Thema ausführlich in unserer neuen Startup Academy gewidmet und den Teilnehmer:innen umfassenden Input rund ums Business Modeling gegeben.

    Ein Geschäftsmodell beschreibt, wie das Unternehmen Werte schafft, liefert und erfasst. Im Wesentlichen ist ein Geschäftsmodell ein Werkzeug, das die Schlüsselelemente der Geschäftstätigkeit eines Unternehmens umreißt, einschließlich Zielmarkt, Einnahmequellen, Kostenstruktur und Wertversprechen. Strukturen, die den Gründer:innen dabei helfen, Geschäftsmodelle zu entwickeln und ihre Ideen zu strukturieren, sind beispielsweise Lean Canvas, Value Proposition Canvas oder Business Model Canvas. Die Gründerplattform des BMWI stellt auf ihrer Website kostenlos Vorlagen, Beschreibungen und Anleitungen zu den oben Genannten zur Verfügung. Auch die Universität St. Gallen und das BMI Lab unterstützen mit ihrem Business Model Navigator.

    Ein Business Modell sollte den Zielmarkt für die Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens, den einzigartigen Wert, den das Unternehmen seinen Kund:innen bietet und die Kanäle, über die es diese Kund:innen erreicht und mit ihnen interagiert, klar identifizieren. Es sollte auch die Kostenstruktur des Unternehmens und die erwarteten Einnahmequellen skizzieren. Es gibt viele verschiedene Arten von Geschäftsmodellen, die je nach Branche, Unternehmenszielen und Wettbewerbsumfeld stark variieren können. Einige gängige Beispiele für Geschäftsmodelle sind abonnementbasierte Modelle, werbebasierte Modelle und Direktverkaufsmodelle. Unabhängig vom verwendeten spezifischen Modell sollte ein erfolgreiches Geschäftsmodell einem Unternehmen letztendlich ermöglichen, nachhaltige Einnahmequellen zu schaffen und gleichzeitig seinen Kund:innen einen Mehrwert bieten.

    Um eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, was ein gutes Geschäftsmodell ist, lohnt es sich, sich andere Startups anzuschauen. Eine Erfolgsgeschichte eines deutschen Startups ist DeepL, das mit seiner Übersetzungsmaschine einen neuen Industriestandard gesetzt und sich gegen Big Player wie Google, Pons und Langenscheidt durchgesetzt hat. DeepL ist heute eine Übersetzungsmaschine, hat aber unter dem Namen Linguee als Online-Wörterbuch gestartet. Auf diese Weise konnten und können sie das Wörterbuch kostenlos anbieten. Während der Entwicklung ihrer Übersetzungsmaschine für DeepL wurde über Einnahmen aus dem Verkauf von Werbeflächen bei Linguee die Entwicklung von DeepL finanziert und die Algorithmen mit Trainingsdaten verbessert. Die Gründerplattform bietet außerdem weitere Beispiele für erfolgreiche Geschäftsmodelle und der jeweiligen Business Model Canvas von Startups. Um als Gründer:in erfolgreich zu sein, kann die Vision des Startups aus verschiedenen Schritten und Geschäftsmodellen bestehen, die sich im Laufe der Zeit entwickeln. Die Universität St. Gallen und das BMI Lab geben einen ganzheitlichen Überblick über verschiedene Geschäftsmodelle, deren Mischungsmöglichkeiten und deren Muster.

    Anhand von Rahmen und Strukturen, Methoden und Praxisbeispielen wird die anfängliche Geschäftsidee zu einem Geschäftsmodell weiterentwickelt. Dies ist eher ein iterativer Prozess als eine statische einmalige Aktivität. Wir empfehlen, die Kraft der Community zu nutzen und den Austausch mit anderen Gründer:innen, Sparringspartner:innen, potenziellen Investor:innen und möglichen Kund:innen zu suchen, um unterschiedliche Perspektiven und Feedbacks zu erhalten. Mit Umfragen und Interviews können beispielsweise Feedbacks von potenziellen Kund:innen eingeholt werden. In diesem Sinne ist ein Geschäftsmodell auch ein Kommunikationsinstrument, das es ermöglicht, anderen ein komplexes Projekt klar und einfach zu erklären.

    Der Austausch mit anderen Gründer:innen, Sparringspartner:innen und Investor:innen ist eines unserer zentralen Ziele bei encourageventures. Wir glauben an die offene und transparente Kommunikation einer starken Gemeinschaft, in der unsere Mitglieder Erfahrungen miteinander teilen.

  • Business Modeling – key to success for founders

    Business Modeling – key to success for founders

    At a very early stage, founders typically start with a business idea. To further evaluate if the business idea creates value and is economical, a business model should be developed as part of the planning process before founding a company. But also, existing startups and companies adjust their existing business models from time to time and develop new business models.   

    The business model plays a central role in both the founding and the development phase. Therefore, we have dedicated the first sessions of our new Start-up Academy to this topic and gave the participants comprehensive input on all aspects of business modeling.

    A business model describes how the company creates, delivers, and captures value. In essence, a business model is a tool that outlines the key elements of a company’s operations, including its target market, revenue streams, cost structure, and value proposition. Frameworks that support the founders to develop business models and structure their ideas are the lean canvas, the value proposition canvas, the business model canvas. The Gründerplattform of the BMWI provides templates, descriptions, and instructions of the above-mentioned for free on their website. Also, the University of St. Gallen and the BMI Lab support with their business model navigator. 

    A business model should clearly identify the target market for a company’s products or services, the unique value that the company offers to its customers, and the channels through which it will reach and interact with those customers. It should also outline the company’s cost structure and the revenue streams that it expects to generate. There are many different types of business models, and they can vary widely depending on the industry, the company’s goals, and the competitive landscape. Some common examples of business models include subscription-based models, advertising-based models, and direct sales models. Regardless of the specific model used, a successful business model should ultimately enable a company to create sustainable revenue streams while delivering value to its customers.  

    To get a better idea about what is a good business model, it is worth to look at other startups. One success story of a German startup is DeepL, who set a new industry standard with their translation machine and prevail against big player such as Google, Pons, and Langenscheidt. While today DeepL is a translation machine, they started as Linuguee, an online dictionary. Therewith, they were and are still able to offer the dictionary for free.  While developing their translation machine for DeepL, revenues from selling advertising space at Linguee financed and training data enhanced the algorithms of DeepL. The Gründerplattform also provides further examples about successful business models and the respective business model canvas of startups. To be successful as founders, the vision of the startup might consist of different steps and business models which are developing over time. The university of St. Gallen and the BMI Lab provide a holistic overview of different business models, how they could be mixed, and their patterns.  

    Using frameworks, methods, and practice examples, the initial business idea will be enhanced to a business model. This is an iterative process rather than a static one-time activity. Using the power of the community, the exchange with other founders, sparring partners, potential investors, and potential customers is our recommendation to receive different perspectives and feedback. Feedback from potential customers could be collected with surveys and interviews. In this sense, a business model is also a communication tool that allows to explain a complex project to others in a clear and easy way.  

    The exchange with other founders, sparring partners, and investors is one of our key goals with encourageventures. We believe in the open and transparent communication of a strong community, where our members share experiences with others.    

  • Mehr Transparenz über die Nachhaltigkeit unserer Start-ups

    Mehr Transparenz über die Nachhaltigkeit unserer Start-ups

    Um mehr Nachhaltigkeit in unser Ökosystem zu bringen, freuen wir uns über die Unterstützung von ImpactNexus im kommenden Jahr. Durch die Partnerschaft können wir den Gründer:innen ein ESG- und Impact Reporting anbieten, welches gerade während der Finanzierungsrunde sowie als Portfoliounternehmen einen großen Mehrwert für unsere Investor:innen bietet. Neben dem Reporting planen wir gemeinsame Webinare und Workshops im kommenden Jahr. 

    „Going beyond reporting“: Mit dieser Ambition hilft ImpactNexus Unternehmen, über die Anforderungen von Nachhaltigkeitsberichterstattung hinauszugehen. Die Deep-Tech-Lösung ermöglicht es Manager:innen, nachhaltige Geschäftsentscheidungen 5 x schneller und 80% günstiger zu treffen. 

    Zielgruppe des Angebots sind derzeit vor allem Venture-Capital- und Private-Equity-Unternehmen, die ab 2023 erstmalig berichten müssen, welche Nachhaltigkeitsperformance der Fond mit all seinen Portfoliounternehmen hat. Mit ImpactNexus können die Investor:innen Nachhaltigkeits-Daten mit wenigen Klicks bei Portfoliounternehmen abfragen und die sogenannten SFDR-Berichte nach EU-Vorgaben erzeugen. Doch ImpactNexus geht über das reine Reporting hinaus. Jedes einzelne Portfoliounternehmen erhält maßgeschneiderte Verbesserungsvorschläge durch die proprietäre NEXUS-Datenbank des Startups. So hilft das Unternehmen den Fonds und Portfoliounternehmen vollautomatisiert bei der Optimierung ihrer Nachhaltigkeitsperformance.     

  • Tipps zum erfolgreichen Venture Capital Fundraising von Pre-Seed bis Series C

    Ein Highlight dieses Jahr für unsere Start-ups war das Webinar zum Thema “Venture Capital Fundraising” mit Erdinç Koç. Erdinç ist Leiter des MediaTech Hub Accelerators am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam und hat in den letzten Jahren zahlreichen Start-ups beim Fundraising geholfen.  
    Mit seinem Know-How konnte er in dem zweistündigen Webinar sämtliche Fragen unserer Gründer:innen beantworten und ihnen wertvolle Tipps mit an die Hand geben.  

    Es wurde auf die einzelnen Fundraising-Stages eingegangen, die von der Pre-Seed-Phase bis zur Series C reichen. Die einzelnen Stages sind besonders interessant, da unsere teilnehmenden Gründer:innen sich jeweils in den verschiedensten Phasen befinden und von Erdinç wie auch voneinander lernen konnten.  

    Wie finde ich den richtigen Investoren oder die richtige Investorin?

    Eine der Fragen, die sich früher oder später wahrscheinlich jedes Start-up stellen wird, ist die Frage “Wie finde ich den richtigen Investoren oder die richtige Investorin?” Zu dieser Frage gab Erdinç den Gründer:innen drei wichtige Tipps mit an die Hand.  

    • Wichtig ist es erstens, genügend Investor:innen anzusprechen, und das auf globaler Ebene. Die Gründer:innen sollen sich bei der Ansprache also nicht auf eine bestimmte Region beschränken und sich nicht scheuen, auf viele potenzielle Investor:innen zuzugehen.  
    • Zweitens ist es wichtig, die richtigen Investor:innen zu finden. Gründer:innen sollten Investor:innen finden, durch die sie weitere, für ihr Business und ihre Weiterentwicklung relevantes Netzwerk aufbauen.  
    • Drittens ist das eigene Durchhaltevermögen von großer Bedeutung. Die Gründer:innen dürfen nach Misserfolgen nicht aufgeben. Wichtig ist es, weiter Fundraising zu betreiben und die geforderte Summe durch Ablehnung nicht zu reduzieren. Im Falle von Ablehnung heißt es wieder: Weitere Investor:innen ansprechen! 

    Was macht gute Investor:innen aus?

    Doch was macht eigentlich einen guten Investor oder eine gute Investorin aus?  
    Auch hierzu wurden drei wichtige Punkte vermittelt:  

    • Gute Investor:innen helfen den Gründer:innen das richtige Netzwerk aufzubauen. 
    • Auf finanzieller Ebene gehen sie mit den Gründer:innen in die nächste Finanzierungsrunde. 
    • Außerdem helfen sie dabei, geeignete Mitarbeiter zu finden und vermitteln Talente weiter, die für das Unternehmen einen Mehrwert bieten.  

    Risikokapital zu akquirieren, verläuft nicht immer gleich erfolgreich. Daher rät Erdinç den Gründer:innen diese Reise (dennoch) zu genießen und es auf ihre eigene Art und Weise zu machen. Zudem gilt: Vernetzt euch untereinander und nutzt eure Kontakte!  
     
    Wir freuen uns über die Kooperation und das großartige Seminar. Unsere Gründer:innen haben die Chance bekommen, alle Fragen zu stellen, die sie zur Thematik beschäftigen und sich untereinander auszutauschen.  

  • Unser Jahresevent mit Bildergalerie

    Unser Jahresevent mit Bildergalerie

    Am 27. Oktober hat encourageventures mal wieder gezeigt, was unser Netzwerk kann: Rund 350 tolle Frauen und Männer waren bei unserem Jahresevent mit Audi zu Gast, haben geredet, genetzwerkt, getanzt, gefeiert und sich gegenseitig inspiriert.

    Der Tag war angefüllt mit lauter Highlights. Zunächst haben unsere Vorsitzende Ina Schlie und Dr. Michael Müller von Audi Deutschland den Tag eröffnet. Dann gab es mehrere Panel-Diskussionen, u.a. zu der Frage „Angel Investor:innen – was ist der Mehrwert?“

    Weitere Highlights waren die Impulsvorträge von Anna Christmann, der Beauftragten für Digitale Wirtschaft und Start-ups der Bundesregierung, und Dr. Sigrid Nikutta (u.a. Vorstand Güterverkehr DB AG).

    Bei unserem Finale der Female Founder Challenge pitchten sechs vielversprechende Start-ups live ihre Business-Ideen. Gewonnen hat am Ende das Team von SURAG Medical. Den zweiten und dritten Platz belegten Yoona.ai und theblood.

    Auch die Deep Dives, z.B. zur Block Chain / Digital Assets, waren extrem inspirierend, dazu teilen wir ebenfalls ein paar Eindrücke mit euch.

    Wir freuen uns schon sehr auf unser nächstes Treffen mit euch allen.

    Galerie

  • Deep Dive bei unserem Jahresevent: Block Chain / Digital Assets mit Juliane Hahn

    Deep Dive bei unserem Jahresevent: Block Chain / Digital Assets mit Juliane Hahn

    „Blockchain and Web3 are the fastest growing industries of our modern world.“ Da konnten wir es uns nicht entgehen lassen diesen Themen eine Deep Dive Session auf unserem Event zu widmen. Unsere Referentin Juliane Hahn, Founder und Managing Partner von Signature Ventures zeigte den Teilnehmerinnen wie Blockchain und Web3 die Evolution des Internets voran treiben und ging dabei auch auf die damit verbundenen Potenziale für Investor:innen ein.

    The problem is the fundamental infrastructure of today’s internet:

    Manipulation, Abhängigkeiten, Stärkung von Monopolen und damit im Zusammenhang stehende steigende Compliance-Kosten, sind nur einige Beispiele für die Herausforderungen der aktuellen digitalen Infrastruktur. Besonders der Verlust der Privatsphäre ist ein hochaktuelles Thema.

    Jeden Tag werden schier unvorstellbare Datenmengen generiert, wovon knapp die Hälfte in den Datensilos der bekannten „Big Tech“-Unternehmen landet. 

    Eines wird da schnell klar: Das Internet braucht eine neue Infrastruktur.

    Die Lösung, von einer zentralisierten Infrastruktur hin zu einer verteilten und von einem geschlossenen Netzwerk hin zu einem offen Web3 das basiert auf Open Source Software und gesichert ist durch kryptografische Verfahren. Diese Eigenschaften der Blockchain machen das neue Internet verlässlicher, transparenter, offener und sicherer.

    Dadurch werden nicht nur offene Communities sondern auch die sog. selbstsouveräne Identität (SSI) und ein offenes, jedoch sehr sicheres finanzielles Ökosystem ermöglicht.

    Das Potential für Investor:innen ist dabei enorm.

    Blockchain Venturing hat in den vergangenen Jahren rasant an Bedeutung gewonnen. In diesem Bereich haben sich bereits über 50 Unicorns herausgebildet, Anzahl steigend.

    Das hohe Investmentpotenzial birgt allerdings auch gewisse Herausforderungen:

    Strukturelle Besonderheiten, rechtliche Besonderheiten und auch technische Besonderheiten sind besonders zu beachten.

  • Mehr als eine Geschlechterfrage: Gründungsteams sind vielfältig 

    Mehr als eine Geschlechterfrage: Gründungsteams sind vielfältig 

    Am Montagmorgen, 24.10.2022, begrüßten Dr. Elke Eller, Aufsichtsrätin und Investorin, und Dr. Harriet Sebald, Senior Partnerin der hkp/// group, rund 20 Investorinnen zum dritten encourageventures Investorinnenfrühstück des Rhein-Main Hubs im Frankfurt Office der HR Strategy und Corporate Governance Beratung hkp/// group. Im Mittelpunkt des lockeren Austausches stand der Vortrag „Appraisal von Gründerteams“ von Simone Siebeke, Partnerin bei Spencer Stuart – und damit die Frage, was starke Gründungsteams auszeichnet.

    Erfolgsfaktor für Gründer:innen-Teams: Diversity – auch im inhaltlichen Sinn

    Die Mischung macht’s! So könnte ein Fazit des Vortrages von Simone Siebeke lauten. Sie erläuterte gleich zu Beginn, dass erfolgreiche Gründer:innen-Teams mit Perspektiven- und Kompetenzreichtum ausgestattet seien: Diversity, auch im inhaltlichen Sinn. Dies bezog sie zunächst auf zu besetzende Schlüssel-Ressorts wie Marketing, Vertrieb, HR, Finance und IT. Im Anschluss wurden jedoch auch unterschiedliche Kompetenzen, Soft Skills, Hintergründe und Persönlichkeitsmerkmale benannt, die Gründer:innen und Führungspersönlichkeiten beim Aufbau von Unternehmungen behilflich sind. So sind beispielsweise nicht nur fachliche Qualifikation dienlich, sondern auch die Fähigkeit zur Selbstreflektion, ein Hang zum Perfektionismus, steter Optimierungsdrang sowie der Hunger auf Erfolg und Entwicklung als interne Triebfeder.

    Gründer:innen Assessment durch strukturierte Storytelling-Interviews

    Könnten einzelne Personen auch nicht immer alle in Leadership-Modellen genannte Eigenschaften erfüllen, sollten sich erfolgreiche Teams idealerweise auch in ihren Persönlichkeitsmerkmalen ergänzen. Gezielte Mentorings wären darüber hinaus ein wertvolles Instrument, die Entwicklung, auch in einer bestimmten Funktion, zu forcieren – dies sei jedoch vor allem dann erfolgreich, wenn die Basis in Form eines gewissen Talentes vorhanden ist. Es ist nicht dienlich, die Person zur Sales-Verantwortlichen zu erklären, die wenig selbstbewusst und introvertiert ist und zudem nicht gut zuhören kann.

    Um herauszufinden, ob ein Gründungsteam für ein potenzielles Invest infrage kommt, riet Simone Siebeke zu strukturierten Storytelling-Interviews. Diese müssten sich eng an den erforderlichen Kompetenzen und Eigenschaften – also einem klaren Anforderungsprofil – orientieren und zeichneten sich durch offene Fragen und Nachfragen aus, die den Gründer:innen die Möglichkeit geben, ihre Expertise, ihre Erfahrung und ihre Persönlichkeit anhand konkreter Beispiele zu schildern.

    Wie wichtig der Austausch zwischen erfahrenen Business-Women und Gründerinnen für das Empowerment weiblicher Entrepreneure ist, kam beim Investorinnenfrühstück bei der hkp/// group ebenfalls mehrfach zum Ausdruck. Hier ergaben sich in der Diskussion weitere Ideen, beispielsweise zu konkreten Formaten. Man darf also auf weitere Treffen gespannt sein.

  • Eigene Studie zu Female Investorin & Female Founding initiiert

    Eigene Studie zu Female Investorin & Female Founding initiiert

    Investieren Frauen anders als Männer? Was würde sich ändern, wenn die Landschaft der Investor:innen weiblicher geprägt wäre? Welchen Herausforderungen stehen weibliche Gründerinnen gegenüber, wenn sie an Kapital kommen möchten?

    Auf diese Frage möchten wir bei encourageventures Antworten finden. Deshalb initiiert unser Gründungsmitglied Prof. Dr. Heike Hölzner eine Studie zu diesen Themen. 

    Start-up Managerin Jolina Oelsner hat Heike befragt, was wir von der Studie erwarten können. 

    Jolina: Was genau untersucht ihr?

    Heike: Wir untersuchen, analog zu den Schwerpunkten unseres Vereins, zwei Dinge: 

    1. Mögliche Unterschiede im Investitionsverhalten von Investorinnen im Vergleich zu Investoren. Also nach welchen Kriterien wählen Investorinnen ihre Portfoliounternehmen aus? Bewerten Investorinnen die Eigenschaften/Fähigkeiten einer Gründerin anders? Bewerten Investorinnen bestimmte Geschäftsmodelle anders? Gibt es wahrgenommene Unterschiede in der Beziehung zwischen Investorin und Start-up?
    2. Besondere Herausforderungen, mit denen sich Gründerinnen entlang der verschiedenen Phasen des Gründungsprozesses konfrontiert sehen. Themen von Relevanz sind u.a. der Zugang zu Finanzierung/Investor:innen, zu Netzwerken, zu Förderprogrammen, zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, zu Teams und anderen relevanten Rahmenbedingungen. 

    Jolina: Mit welchen Partner:innen arbeitet ihr hierbei zusammen?

    Heike: An der Studie arbeiten bisher:

    • Prof. Dr. Heike Hölzner, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), 
    • Univ.-Prof. Dr. Marion Weissenberger-Eibl, Fraunhofer-Institut für System und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI), Karlsruher Institut für Technologie (KIT), 
    • Prof. Dr. Beatrix Busse, Universität zu Köln.

    Mit weiteren Partner:innen und Förder:innen sind wir im Gespräch.

    Jolina: Warum macht ihr die Studie – was erhofft ihr euch von ihr?

    Heike: Die Idee zur Studie ist geboren aus unserer Unzufriedenheit mit der aktuellen Datenlage. Denn dass Frauen schwerer an Risikokapital gelangen oder risikoaverser in ihrem Investitionsverhalten sind, wird oft nur mit absoluten Zahlen begründet. Mit dem Anteil am Gesamtvolumen, z.B. oder der durchschnittlichen Dealgröße. Diese Zahlen sind sehr anfällig für Argumente, die die Ursache bei den Frauen selbst sehen. Zum Beispiel, dass sie seltener Venture Capital aufnehmen wollen oder von vornherein um geringere Summen pitchen. 

    Wir glauben, dass das nicht stimmt. Aber um den Beweis anzutreten, brauchen wir bessere Daten. Die wenigen vorliegenden Studien, die sich mit den Zusammenhängen von Geschlecht und Risikokapitalfinanzierung beschäftigen, stammen fast alle aus den USA.

    Unser Ziel ist es, Zusammenhänge aufzudecken und daraus klare Handlungsempfehlungen für die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft abzuleiten. Dann können wir faktenbasiert unsere Forderungen durchsetzen und all die „Totschlagargumente“ da draußen entkräften.

    Jolina: Gibt es schon ein spannendes Zwischenergebnis?

    Heike: Die ersten Zwischenergebnisse werden wir in 2022 veröffentlichen. Spannend ist aber jetzt schon zu sehen, dass uns alle Institutionen, mit denen wir über die Idee der Studie sprechen, darunter Politik, Verbände und Stiftungen, uns bestätigen, dass diese Untersuchung schon lange überfällig ist. Nur hat es bisher niemand gemacht, weil die Untersuchungen sehr aufwändig sind.

    Jolina: Wann wird die Studie veröffentlicht?

    Heike: Das Forschungsprogramm, welches wir uns vorgenommen haben, ist ziemlich umfangreich. Es werden qualitative und quantitative Daten erhoben und anspruchsvolle wissenschaftliche Methoden angewandt.

    Die ersten Zwischenergebnisse aus der qualitativen Befragung der Investorinnen sollen im Herbst 2022 veröffentlicht werden, die Ergebnisse aus der Befragung der Gründerinnen dann Anfang 2023. Nächstes Jahr, um diese Zeit soll alles abgeschlossen und die gesamte Studie veröffentlicht werden.

    Jolina: Danke für deine Zeit!

    Hier könnt ihr euch als Investorin anmelden, wenn ihr ebenfalls bei einer Pitch Night dabei sein wollt.

  • Member Voices zu einem Jahr encourageventures

    Member Voices zu einem Jahr encourageventures

    Warum so viele tolle Menschen encourageventures unterstützen? Hier kommt die Antwort:

  • Impact Night: Inspirierender Impulsvortrag von Tijen Onaran

    Impact Night: Inspirierender Impulsvortrag von Tijen Onaran

    Kürzlich veranstalte encourageventures die 12. Pitch Night und hat diese zum Thema Impact gemacht: Start-Ups mit Impact wollen nicht einfach nur Geld verdienen. Sie entwickeln Lösungen für gesellschaftliche oder ökologische Probleme, legen Wert auf Nachhaltigkeit in ihrem Handeln und auf soziale Gerechtigkeit. Man bezeichnet sie als Impact-Start-ups und es gibt sie in fast allen Bereichen: von Healthcare, über Business Services, HR, Tech, Food, Industrial, Consumer Goods/Services bis hin zu Financial Services.

    Wir haben uns besonders darüber gefreut, dass Tijen Onaran so großes Interesse an unserer Vision hat, dass sie einen Impulsvortrag für unsere Gründer:innen gehalten hat. Mit dem Vortrag hat Tijen ihre eigenen spannenden Erfahrungen mit Gründungen geteilt und hervorgehoben, wie wichtig Diversität in allen Bereichen ist.

    Für die großartige Moderation der Impact Night war die erfahrene Investorin und Mentorin Britta Bomhard verantwortlich, die auch gleich ihre Erfahrungen aus dem Silicon Valley mit uns geteilt hat.

    Im Anschluss an Tijens Vortrag, haben sechs Start-Ups ihre Idee gepitched und es gab wie immer Break-Out Rooms, in denen sich Interessierte und Gründer:innen austauschen konnten.

    Hier könnt ihr Euch als Investorin anmelden, wenn ihr ebenfalls bei einer Pitch Night dabei sein wollt.

    Foto: Andrea Heinsohn Photography